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Nein zum Rotstift – Ja zur Hymne

Immer neue Absurditäten treten in der heutigen Gesellschaft auf. Ob es nun die Unisex-Toiletten (geschlechtsneutrale) sind, die Ampelpärchen in Wien oder einfach die Frauenquote bei Straßennamen. Wenn man denkt, der Irrsinn hat seine Spitze erreicht, kommt ein Politiker der Grünen, Linken oder SPD um die Ecke und setzt noch einen drauf.

Diesmal ist es die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums. Welche in einem Rundbrief des SPD geführten Ministeriums zur Änderung der deutschen Nationalhymne aufruft. Aus „Vaterland“ solle „Heimatland“ werden, aus der Zeile „brüderlich mit Herz und Hand“ solle „couragiert mit Herz und Hand“ werden. Wer jetzt denkt, die Frau sollte nicht in einem Ministerium sitzen, sondern eher in einem kleinem Raum mit Gummiwänden, könnte durchaus Recht haben. Doch leider ist dieser Gedanke nicht neu. Wir brauchen gar nicht so weit in die Vergangenheit zuschauen, da änderte unser Nachbarland Österreich seine Bundeshymne und passte sie geschlechtsneutral an (trat am 1. Januar 2012 in Kraft).

Das Lied der Deutschen

Als der Germanistikprofessor August Heinrich Hoffmann von Fallersleben am 26. August 1841 das Lied der Deutschen dichtete, dachte er mit Sicherheit nicht daran, dass das Singen der ersten beiden Strophen ca. 177 Jahre später Entsetzen und Fassungslosigkeit hervorrufen würde und eine Frau darauf kommt den Text gendergerecht anzupassen. Schritt für Schritt will man uns unsere Hymne nehmen. Derweil ist dieses Bekenntnis (alle 3 Strophen) nicht etwa ein Ausdruck imperialistischer Gesinnung sowie von Eroberungslust, sondern der Inbegriff nach Sehnsucht und Liebe zu Land und Volk. Auch ist es Ironie der Geschichte, dass gerade SPD-Reichspräsident Friedrich Ebert am 11. August 1922 das Lied der Deutschen zur Nationalhymne machte.

Zu viel Männlichkeit? Zu viel Frauendiskriminierung?

Ob sich überhaupt jemals eine normale deutsche Frau darüber Gedanken gemacht hat, ob sie durch die Begriffe wie „Vaterland“ und „Brüderlichkeit“ diskriminiert bzw. benachteiligt wird, darf doch sehr bezweifelt werden. Wie sähe es nur aus, wenn die Männer gegen die Muttersprache rebellieren? Nichtsdestotrotz sollte man sich das komplette Lied mit all seinen Strophen ansehen. In der zweite Strophe wird die Wichtigkeit der Frau für das deutsche Volk herausgestellt. Deswegen sollte es nicht eher die Forderung geben wieder alle 3 Strophen offiziell zu singen?

Nationalhymne als Symbol des Staates 

Der ständige Streit um dieses Lied, unser Lied, kann nur noch Kopfschütteln hervorrufen. Nationalhymnen haben alle Staaten als Souveränität, ihres Staatsbewusstseins und des Zusammengehörigkeitsgefühls ihrer Bürger. Sie entstanden aus Volkssängen im Kampf um die Freiheit und Unabhängigkeit. Sie haben oft eine lange Tradition und begleiten ein Volk durch Freud und Leid als Symbol seiner Schicksalsgemeinschaft.

Zum Abschluss lassen wir den Professor Herrmann Eschenburg sprechen. Er erklärte 1961: „Wenn man die Nationalhymnen der westlichen Welt mit dem Deutschlandlied vergleicht, so erscheint mir, dass in diesem Liede Nationalbewusstsein, Staatsordnung und Gesellschaftsbewusstsein wie selten in einer enthalten sind. Hoffmanns Werk ist ein Lied der Innigkeit und der Sehnsucht. Nicht aber der Macht und des Chauvinismus.“

 

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