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Die US- Geopolitik – Imperialismus der Neuzeit?

Definiert ist der Imperialismus als „zielstrebige Erweiterung und den systematischen Ausbau des wirtschaftlichen, militärischen, politischen und kulturellen Macht- und Einflussbereiches eines Staates in der Welt“ [Zitat Schubert, Klaus/ Martina Klein: Das Politiklexikon.5. aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2011]. Als Epoche des Imperialismus gilt heutzutage der Zeitraum zwischen 1870 und 1918; so steht es zumindest in den aktuellen Schulbüchern und wurde bzw. wird deshalb auch so gelehrt. Das Thema beschränkt sich insbesondere auf die Aufteilung Afrikas unter den europäischen Großmächten (wie z.B. Großbritannien, Frankreich, Spanien, usw.) diskutiert und besprochen.

Doch ist die Zeit des Imperialismus wirklich Vergangenheit oder fällt nicht doch die amerikanische Geopolitik genau in dieses scheinbar längst vergangene Schema? Schauen wir uns doch nur einmal die stetige Erweiterung amerikanischen Einflusses in anderen Ländern seitdem Flugzeugunglück in New York an: Ihr erinnert euch sicher wage an Schlagworte wie: „Syrien Krise – Diktator Assad soll bekämpft werden“ (aktuell), „Die Annektierung der Krim durch Russland – Sanktionsplanung gegen Russland“ (März 2014), „US Spezialeinheiten in Uganda, um den mutmaßlichen Kriegsverbrecher Joseph Kony zu finden“ (März 2014), „Militärische Luftanschläge gegen Libyen zum Zwecke der Errichtung einer Flugverbotszone, um die Zivilisten vor dem Diktator Muammar al-Gaddafi zu schützen“ (Frühjahr 2011), „Die USA entsandte Übergangstruppen nach Haiti nach dem Sturz von Präsident Jean-Bertrand Aristide“ (März 2004), „Dritte Golfkrieg – Militärische Truppen im Irak stürzen Saddam Hussein, der Irak wird als Protektorat verwaltet“ (März 2003) oder aber an den Einmarsch in Afghanistan und den damit verbundenen Angriff gegen die Taliban im Jahre 2001 direkt nach der sogenannten „Terrorattacke islamischer Fundamentalisten“

Parallel hierzu schreibt Jürgen Paeger auf seiner Seite „Ökosystem Erde“ vom Ende des billigen Öls, da der Ölverbrauch Jahr für Jahr immer weiter ansteigt und die Reserven der bisherigen Ölfelder immer weiter abnehmen. Jedoch gilt das Erdöl als Lebenssaft der Industriegesellschaft. Interessant ist hierbei – schaut man sich einmal eine Weltkarte mit den eingetragenen Ölvorkommen an- dass insbesondere in den Staaten Iran, Irak, Syrien, Libyen und umliegenden einige große Ölquellen liegen.

Wen wundert es, dass rein zufällig genau in diesen Gebieten Diktatoren beseitigt werden müssen, Revolutionen entstehen, Terroristen bekämpft werden müssen? Und letztendlich immer die US-Regierung die Führung dort übernimmt, nachdem die Länder niedergebombt wurden? Hat dies vielleicht weniger mit Demokratieschaffung und Menschenrechte zu tun, als der Weltöffentlichkeit vermittelt wird?

Die Strategie der US-Macht jedoch ist durchplant und leicht zu erkennen, wenn man sich die einzelnen Kriegsszenarien genauer anschaut. Wo vordergründig „Frieden durch Krieg“ geschaffen werden soll, werden knallharte Ressourceninteressen durchgesetzt. Durch intelligente (Kriegs-)Propaganda und Hetze wird die westlich-orientierte Bevölkerung dazu animiert die Einmärsche in andere Länder zu tolerieren oder gar zu begrüßen. So waren es zunächst die Terroristen der Al Quaida, die angeblich Europa und die USA zu bedrohen schienen. Fast täglich erscheinen Artikel in den gleichgeschalteten, US-hörigen Zeitungen über die Terrorgruppe – über geplante Anschläge in Europa und den USA wird dort berichtet. Und plötzlich folgen auch die prophezeiten Attentate: Der 11. September 2001 – die Bilder blieben hängen, wie die Flugzeuge in die Türme rasten. Und kurze Zeit später die Anschlagsserie in London am 07.07.2005 in der U-Bahn, bei der über 50 Menschen ums Leben kamen. Die Anschläge wurden von Großbritannien und Amerika genutzt, um im „Krieg gegen den Terror“ die notwendige Akzeptanz zu erlangen und somit ohne Probleme im Irak und in Afghanistan einmarschieren zu können. Vielleicht weil gerade dort am kaspischen Meer noch etliche Ölvorkommen liegen, welche im Hinblick auf den Rückgang der Ölressourcen den westlichen Ländern gerade recht kommt. Doch um bis zum Ozean kommen zu können, muss man zunächst einmal durch Afghanistan hindurch – wurde hiermit vielleicht der Grundstein für eine Erdölpipline gelegt?

Nicht wenige Kritiker meldeten sich bei beiden Anschlägen zu Wort, doch alle offenen und kritischen Fragen wurden bis heute nicht beantwortet bzw. verschwiegen. Beispielsweise wurde im Comission Report über den 11. September verschwiegen, dass neben den zwei Wolkenkratzern auch noch ein drittes Gebäude (Gebäude 7) in sich zusammenfiel und dies sogar ohne Einfluss eines hineinfliegenden Passagierjet; oder warum es so einige Ungereimtheiten bei dem Attentat in London gab – warum hatte beispielsweise einer der Terroristen zwei Ausweise und wie konnte man diese in einem Trümmerberg von Asche überhaupt ausfindig machen? Weshalb hatten die Attentäter ein Zugticket für die Hin- und Rückfahrt gekauft, wenn sie doch planmäßig nicht zurückfahren wollten? Doch diese Fragen werden in keine der Zeitungen aufgegriffen, geschweige denn von der Regierung erläutert.

Mit den Attacken unter dem sogenannten „False Flag“ – System, marschierte die USA und ihre Helfer der NATO nicht nur in diese zwei Länder ein. Alternativ hierzu unterstützt man eben örtliche Diktatoren mit Geld und Waffen, um ihre Macht zu vergrößern. Wurden diese genug gefüttert, beginnt das Ausschlachten der Völker. Man bildet schnell einen „freiheitlichen Widerstand“, versorgt diesen ebenfalls mit Waffen und lässt so Regierungen gegen Widerständler kämpfen, wie es im arabischen Frühling der Fall war oder derzeit in Syrien auf ähnliche Art und Weise fabriziert wird. Sobald die Länder in Schutt und Asche liegen, setzt man „demokratisch gewählte“ Regierungen ein, welche schön brav genau das tun, was Ziel war: Die Regierungen der Länder liefern der „US-Polizei“ ihre Ressourcen und das Öl fließt direkt in den US-Markt.

Sollten sich Länder jedoch einmal nicht darauf einlassen, so werden einfach Wirtschaftssoldaten geschickt, welche durch Korruption, gezielt falsche Analysen und Geldgeschäfte die Staaten destabilisieren. Die Staaten gehen Pleite und machen sich zum Schuldenabbau abhängig von anderen.

So werden Jahr für Jahr Freunde zu Feinden gemacht und deren Länder der Reihe nach zerbombt und anschließend demokratisiert, was nichts anderes bedeutet als dass die Völker ausgebeutet und die Staaten eingenommen werden – solang die Rohstoffe fließen werden sie dann unter dem Machteinfluss der Weltpolizei ausgesaugt und irgendwann fallen gelassen, sodass nur noch „totes Land“ und Elend übrig bleibt. Der Imperialismus und damit Krieg und Massenmord sind demnach scheinbar „notwendig“, um den Kapitalismus am Leben zu halten, da dieser dadurch erst existieren kann.

Die Geschichte lehrt uns: Kapitalismus tötet. Deshalb: Macht kaputt, was Euch kaputt macht!

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