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Bóg, Honor, Ojczyzna! – Gott, Ehre, Vaterland! Als Deutscher beim Unabhängigkeitstag in Polen

Unter dem Motto „My chcemy Boga!“ (Wir wollen Gott!), folgten unterschiedlichen Meldungen zufolge am 11. November 2017 zwischen 60.000 und 100.000 Menschen dem Aufruf zum Marsch der Unabhängigkeit in Warschau, in welchem es unter anderem auch heißt: „Alle Organisationen und Einzelpersonen aus Europa und der Welt, die gemeinsame Werte teilen, können sich uns anschließen.“

Der Nationalfeiertag, der sich auf die 1918 wiedererlangte Unabhängigkeit des Landes gründet und seit 1919 begangen, seit spätestens 1937 offiziell gefeiert wird, ist ein Kernelement in den Herzen aller Polen. Zwischen 1945 und 1989 wurde Polen vom kommunistischen Regime terrorisiert und jedes Zeichen nationaler Identität mit Drohungen, Inhaftierungen, Folter und Tod bestraft. Der polnische Unabhängigkeitstag war strikt verboten. Seine Renaissance erlebte er nach dem Zerfall des kommunistischen Blocks maßgeblich durch die Zusammenarbeit von Młodzież Wszechpolska (Allpolnische Jugend) und Obóz Narodowo-Radykalny (Nationales Radikales Lager). Heute versammeln sich jährlich Menschen aller sozialen Schichten, Studenten, Arbeiter, Ältere und Kriegsveteranen, Musiker, Politiker, Schriftsteller, verschiedene patriotische und nationale Organisationen, Familien mit Kindern, um ihrem Nationalstolz Ausdruck zu verleihen.

Ein Bild, das sich bei unserem Besuch für uns ebenso bestätigte, wie die offene Einladung im Aufruf der Organisatoren. So begegnete man uns während des dreitägigen Aufenthaltes mit einer Gastfreundschaft und Offenheit, an welche wir in dieser Form vor Beginn unserer Reise nicht gewagt hatten zu glauben. Beim Marsch am 11. November, neben einem Besuch im Büro der Allpolnischen Jugend und einem Rundgang durch das historische Stadtzentrum zweifelsfrei der Höhepunkt unseres Besuches, schien ganz Polen auf der Straße zu sein. Ein fünf Kilometer langer Menschenzug, der sich von der Straße Marszałkowska am Kulturpalast, dem höchsten Bauwerk Polens, über die Weichsel bis zum Nationalstadion erstreckte, wo die Veranstaltung mit einer Andacht endete. Auch verschiedene Partner der NPD in der APF (Alliance for Peace and Freedom), wie etwa die slowakische Ľudová strana Naše Slovensko oder die italienische Forza Nuova nahmen, neben etlichen anderen europäischen Delegationen, an den Feierlichkeiten in der Hauptstadt teil. Auch in vielen anderen Städten des Landes demonstrierten jeweils mehrere tausend Menschen. In Posen fand ein Marathon mit 10.000 Teilnehmern statt.

Doch in gleichem Maße, wie derartige Massenereignisse zu emotionalen Strohfeuern verleiten können, gilt es auch den Blick für die Realität zu wahren. Die Beziehungen zwischen unseren Völkern sind bis heute schwierig – auf beiden Seiten. Zusätzlich zu den tiefen, unser Verhältnis bis heute bestimmenden historischen Traumata, erliegen noch zu Viele den Lockrufen eines von interessierten Kreisen bewusst geschürten Chauvinismus. Wer nur lange genug sucht, wird mit Sicherheit einen hasserfüllten Polen finden, der als Bestätigung der eigenen ablehnenden Haltung dienen kann. Selbiges umgekehrt! Hier muss die bewusst provokante Frage gestellt werden, wie viel Zeit wir noch mit der gezielten Suche nach einschlägigen Ressentiments verschwenden wollen, nur um auch weiterhin Gründe zu finden, gewisse schwierige Aufgaben nicht angehen zu müssen!? Dies sehenden Auges der drohenden deutschen und gesamteuropäischen Katastrophe.

Wir wollen Wege finden, anstatt Gründe zu suchen! Denn eine per se deutschfeindliche polnische Rechte existiert de facto ebenso wenig, wie eine homogene Rechte in Deutschland existiert. Erst vor wenigen Wochen sprach sich auch der NPD-Europaabgeordnete Udo Voigt gegen ein von der EU angestrebtes Vertragsverletzungsverfahren gegen Polen aus und forderte, den Schutz der EU-Außengrenzen an Ungarn und Polen zu übertragen, wenn sich die EU-Kommission für Außen- und Sicherheitspolitik hierzu nicht in der Lage sieht. Denn Eines ist unbestritten. Neben Ungarn, der Tschechischen Republik oder der Slowakei, ist es nicht zuletzt auch Polen, das sich der Migrations- und Überfremdungskrise entschieden entgegen stellt und somit einen starken Beitrag nicht nur zum Schutz seines eigenes Volkes, sondern auch ganz Europas leistet.

Erst kürzlich veröffentlichte beispielsweise das Gesundheitsministerium in Polen einen Werbefilm, der ein Familienbild zeigt, das Anhänger des westlich-liberalen Totenkults zur Weißglut bringen dürfte – ein glückliches heterosexuelles weißes Paar.

Hierzu berichtet die Internetplattform altright.com: „Polen und Ungarn arbeiten hart an der Lösung der demografischen Krise in ihren Ländern, wo die Geburtenrate bei etwa 1,4 Kindern pro Frau liegt. Im Gegensatz zu Westeuropa, das bevorzugt Afrikaner und Muslime importiert und gleichzeitig Transgenderismus in Schulen fördert, setzen diese osteuropäischen Länder auf kreative und praktische Motivatoren, um die einheimische Bevölkerung zu inspirieren, mehr Kinder zu haben, und zwar in einem jüngeren Alter.“

Es ist die Aufgabe unserer und der uns nachfolgenden Generationen, zu einer sachlichen wie offenen Aufarbeitung ohne Tabus, auch der zwischen Polen und Deutschen schmerzlichen Ereignisse, unseren Beitrag zu leisten. Die hierzu nötigen Annäherungen und Verbindungen können daher nicht auf Grundlage historischer Konflikte erwachsen. Nur der gegenseitig respektvolle Umgang gegenüber den Opfern unserer europäischen Brüder und Schwestern versetzt uns in die Lage, Recht und Gerechtigkeit auch für unsere eigenen Opfer einzufordern. Die Liebe zum Eigenen und dessen konsequente Verteidigung, ohne gleichzeitige Verachtung des Anderen, ist dabei unsere gemeinsame Herausforderung.

Eine Arroganz nach dem Vorbild bundesdeutscher Eliten, welche von Berlin und Brüssel aus andere europäische Völker bevormunden und maßregeln wollen, kann für uns Junge Nationalisten daher niemals die Grundlage für eine Arbeit auf europäischer Ebene sein. Zur Abwehr des sich abzeichnenden Niederganges Deutschlands und Europas müssen wir jenen die Hand reichen, welche wie wir für den Erhalt der europäischen Völker, Kulturen und Traditionen kämpfen. Hierzu zählen unbestritten auch unsere polnischen Nachbarn!

JN voran!

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