Politischer Aktivismus – Unverzichtbarer Bestandteil einer revolutionären Bewegung!

Das Aneignen von Wissen ist wichtig – zu seiner Entfaltung kommt erworbenes Wissen allerdings nur, wenn man es auch zielführend anwendet. Der bücherfressende Stubenhocker, der sich weigert, sein Wissen mit der Gemeinschaft zu teilen, handelt in letzter Konsequenz ebenso eigensinnig wie derjenige, der sich überhaupt jeglicher Bildung absichtlich zu entziehen versucht. Es nützt nichts, lediglich im Hinterzimmer von der Revolution und der geistigen und politischen Wende zu philosophieren. Nein, man muss auch Taten sprechen lassen! Bildung und Aktivismus müssen sich gegenseitig ergänzen, müssen synergetisch wirken, um jene Kräfte zu entfesseln, die unseren Kampf eines Tages zum Erfolg führen sollen. Aktivismus ohne Bildung verpufft – Bildung ohne Aktivismus bleibt fruchtlos.

Niemand kann sich darauf verlassen, dass die Zustände, gegen die sich unser Streben richtet, sich von selbst verflüchtigen und das Schicksal uns geradezu von selbst eines Tages an die Schalthebel der Macht hieven wird. Wir selbst müssen Multiplikator unserer Weltanschauung sein. Wir selbst haben dafür Sorge zu tragen, unseren Mitmenschen klarzumachen, dass nur unsere Weltanschauung die Vision für eine bessere, eine freie, sichere und gerechte Zukunft in sich trägt.

Um diese Aufgabe zu bewerkstelligen, bedarf es allerdings auch mehr, als ständig nur ausgetrampelte Pfade zu begehen, die sich längst als Sackgassen erwiesen haben. Kreativität ist stattdessen gefragt. Dabei hat stets eine Prämisse zu gelten: Nämlich die, immer etwas besser, etwas schneller und etwas prägnanter zu agieren als unsere Gegner. Denn über eines müssen wir uns im Klaren sein: Noch sind wir nur eine Minderheit und unsere Mittel sind begrenzt. Noch stehen wir einer schier unüberwindbar scheinenden Macht in Form eines manipulativen Medienapparates gegenüber, der im Einklang mit den Herrschenden alles daran setzt, uns und unsere Idee zu diskreditieren und als das Böse höchstselbst zu brandmarken. Diese tödliche Spirale gilt es, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu durchbrechen, wenn wir unsere Ideen in die Köpfe und in die Herzen unserer Mitmenschen tragen wollen. Dabei ist Fantasie gefragt, denn Wege dazu gibt es beinahe unendlich viele.

Von der klassischen Flugblattaktion, über Demonstrationen und spontane Aktionsformen in der Öffentlichkeit, bis hin zum Straßentheater – Grenzen setzen einzig die eigene Kreativität und die gegenwärtige Rechtslage.

Die jüngste Vergangenheit hat uns gezeigt, dass von langer Hand geplante und im Vorfeld angemeldete Demonstrationen aufgrund zu erwartender Repressionen des Staatsapparats nurmehr bedingten Nutzen bringen. Politisches Operieren unterhalb des gegnerischen Radars und möglichst mit direktem Kontakt zum Volk muss daher in Zukunft vor allem die Devise sein. Auch kleine Nadelstiche können einen großen Hintern bewegen. Sie sind auf die Dauer sogar zermürbender als Großveranstaltungen, die regelmäßig an der Trägheit und Rechtsgläubigkeit der Teilnehmer, sowie an den Tricks und Schikanen des Systems scheitern. Und sie bringen uns in direkten Kontakt mit dem Volk. Genau das ist es, wovor dieses System Angst hat.

Entzünden wir also in unseren Mitmenschen, was in unseren Herzen bereits brennt. Sorgen wir mit unserem aktiven Tun dafür, dass aus der schwelenden Glut einstmals ein Flächenbrand entsteht, der das heute noch vermeintlich fest im Sattel sitzende Regime hinwegfegen wird.

In diesem Sinne: Es gibt nichts Gutes – außer man tut es!