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JN zu Gast in Athen

Auf Einladung griechischer Kameraden reisten Mitglieder unserer Jugendbewegung aus Sachsen für einige Tage nach Athen, um dem Ehrenmarsch für die am 1. November 2013 vor dem Parteibüro der Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) im nördlichen Athener Stadtteil Neo Irakleio ermordeten Aktivisten, Giorgos Fountoulis († 27) und Manolis Kapelonis († 22), beizuwohnen. Bereits zum wiederholten Mal durften unsere Aktivisten zu Gast sein und im gegenseitigen Austausch die Kameradschaft zwischen JN und ProPatria, einer jungen, auf metapolitischen Ideen basierenden Gruppe, weiter vertiefen. So begannen am Vormittag des ersten Novembers einige abwechslungsreiche Tage, die allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Halb fünf am Nachmittag beginnen sich die Menschen am Denkmal der beiden 2013 getöteten griechischen Kameraden zu versammeln. Ein sehr gepflegtes und würdiges Ehrenmal, geschmückt mit Blumen, Kerzen und Bildern, direkt an einer Straße gelegen. Eben an jener Stelle, an der diese abscheuliche Tat vollbracht wurde.
Zu Beginn werden an jeden der Teilnehmer eine Fackel oder eine griechische Fahne ausgeteilt. Bevor sich der Demonstrationszug in Bewegung setzt, spricht auch ein griechisch-orthodoxer Priester, der einen der beiden Ermordeten seit Kindheitstagen an begleitet hatte, persönliche Erinnerungen aus und betet mit allen Anwesenden. Auch der Parteivorsitzende der Goldenen Morgenröte findet deutliche Worte in seiner Rede, in der er auch den linken Terror in Griechenland benennt. Und immer wieder hallen laute Sprechchöre wie „Unsterblich!“ oder „Giorgos und Manolis, hört unsere Stimmen da oben – Eure Brüder sind für ewig auf den Straßen!“ in den Athener Nachthimmel.

Auch der Vater eines der erschossenen Märtyrer spricht, ein emotionaler Akt der alle in Trauer, Schmerz, Wut und dem Streben nach Gerechtigkeit eint. Danach eine Minute der Andacht.

Gegen 19:00 Uhr beginnt der Ehrenmarsch und führt bergauf zu dem Friedhof, auf welchem die Beiden begraben sind. Um die Demonstration herum sind keinerlei Polizeikräfte im Einsatz, lediglich vor und hinter dem Aufzug fährt ein Streifenwagen. Mehrere militante Antifa-Gruppen, die versuchen die Veranstaltung zu stören, werden im Stadtzentrum festgesetzt.

Zwischen 900 und 1000 Menschen sind an diesem Mittwoch auf der Straße um an der Ehrenbezeugung teilzunehmen, deren Bild mit den vielen Fackeln und Fahnen dem eines Staatsbegräbnisses gleicht. Auch die Priester wohnen der Demonstration bei. Vor dem Eingangstor des Friedhofs wird die Nationalhymne gesungen. Jeder Grieche steht im „Achtung“ und singt lauthals mit.

Nach einer kurzen Ansprache wendet der Aufzug und bewegt sich zum Ausgangspunkt zurück, wo die Veranstaltung offiziell endet.

Die darauffolgenden Tage sind geprägt von gemeinsamen Unternehmungen, wie dem Besuch der Akropolis, dem darauf stehenden Parthenon, sowie dem Erechteion, einem zwischen 420 und 406 v. Chr. erbauten Tempel. Neben diesen werden auch der Tempel des Zeus und viele weitere altgriechische Monumente besichtigt. Ebenso interessant für unsere sächsischen JN-Aktivisten sind die Einblicke in die Stadien beider großer Fußballklubs, Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen. Ein Blick vom Syntagma-Platz aus auf das griechische Parlamentsgebäude mit den Wachsoldaten der königlichen Armee und dem davor gelagerten, erst 1923 errichteten Grab des unbekannten Soldaten, weckt manche Erinnerung an die vielen Berichte über Straßenschlachten im Zuge des Beginns der Finanzkrise.

In den zurückliegenden Tagen hat sich das Band der Gemeinschaft zwischen den Mitgliedern der JN und jenen von ProPatria weiter gefestigt, sodass für die nächste Reise nach Athen bereits konkrete Pläne bestehen und eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene sich weiter entwickeln wird.

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