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Gemeinschaft statt Vollsuff

Am vergangenen Donnerstag fand im brandenburgischen Teltow-Fläming eine Wanderung statt.

Dass wir den freien Tag nicht nutzen wollten, um uns bis zur Besinnungslosigkeit in aller Öffentlichkeit zu betrinken, wie es in dieser verrückten Gesellschaft am Vatertag schon als natürlich angesehen wird, war völlig klar. Wir wollten einen besinnlichen Tag in der Gemeinschaft verbringen. Als schönes Stück Natur haben wir das ehemalige Militärgebiet zwischen Jüterbog und Luckenwalde auserkoren. Ohne großartige Planung traf sich eine kleine Gruppe unserer Aktivisten gegen 10:00 Uhr in Jüterbog.

Mit etwas Verpflegung, einem Kompass und Kartenmaterial bewaffnet, liefen wir in den Wald.  Es war für’s erste völlig irrelevant, wo es uns hintreibt. Wir ließen uns von der Natur und Ihren Schauplätzen, die sie uns in diesem Gebiet zur Genüge zu bieten hatte, beeindrucken.

Schon nach wenigen Minuten konnten mich die Eindrücke unserer schönen Wiesen und Wälder von jeglichen Alltagsgedanken befreien. Die Krise, in der sich unser Volk derzeit befindet – welche mit Sicherheit noch lange nicht Ihr Endstadium erreicht hat – fand keinen Platz mehr in meiner Gedankenwelt. Zu schön waren die Eindrücke der Natur in Ihrer Unberührtheit, wie sie an diesem schönen Stückchen Erde vorzufinden war. So anstrengend das Erklimmen von steilen Hügeln und das Bezwingen der zugewachsenen Wiesen und Wäldern auch war – die Schönheit der Natur ließ das alles in den Hintergrund treten.

Natürlich gab es auf dem ehemaligen Militärgelände nicht nur schöne Ecken der Natur zu entdecken. Ich möchte an dieser Stelle nicht über die Besetzung des russischen Heeres nach dem zweiten Weltkrieg berichten, welche einen Truppenübungsplatz aus dem Gebiet machten. Für uns waren die Bunkeranlagen des ehemaligen Luftstützpunktes der Wehrmacht viel interessanter. So konnten wir noch alle Bunker begehen, die nach dem verlorenen Krieg jeglichen Versuchen einer Sprengung trotzten. Was für eine Baukunst hier angewandt wurde, dass diese Anlagen nicht nur Angriffen von außen stand hielten. Wahrlich bewundernswerte Bauten. Außerdem konnten wir noch ehemalige Schützengräber und Panzerstellungen entdecken, welche wohl an letzter Front zur Verteidigung vor dem roten Sturm aufgebaut wurden. An welch historischen Ort wir uns befanden, konnten wir oft nur erahnen.

Nach vielen Kilometern der Ortserkundigung mussten wir der Realität dann doch wieder ins Auge blicken, um unser einziges Tagesziel zu erreichen. Noch vor Sonnenuntergang wollten wir am Zielort ankommen. Nach kurzer Zeit konnten wir uns trotz des schlechten Kartenmaterials wieder orientieren und traten den Heimweg an. Schon bald trafen wir auf einem Feldweg, welcher exakt zu unserer Route passte. Als wir in Luckenwalde eintrafen, stärkten wir uns in einer idyllischen Wirtschaft, in der die Zeit noch still stand. Dort gab es noch viele gute Unterhaltungen, da unsere Bundesfahne, die wir bis dorthin im Winde wehen ließen, für Gesprächsstoff sorgte. Den Abend verbrachten wir in der Gemeinschaft, wobei das Feuer und der Grill für eine angenehme Atmosphäre sorgten. Dank dieses wunderschönen Tages konnten wir uns wieder besinnen und Kraft für den Alltag tanken.

JN Brandenburg

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