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Der 1. Mai als Tag des Kampfes

Jeden Tag erfahren wir von den offensichtlichen Kriegen der kapitalistischen Staaten gegen fremde Völker, den vielen Morden und Besetzungen. Es gilt durch Expansion und Terror jene Staaten in den Kapitalismus zu zwingen, die sich bisher nicht der internationalistischen Eliten beugen wollten.

Doch auch wir unterliegen jeden Tag dem strukturellen und ökonomischen Terror der Herrschenden. In Form von ständig sinkenden sozialen Standards unter dem Vorwand eigens produzierter Krisen begreifen wir nach und nach, dass der Kapitalismus nicht nur in den Arbeitsmarkt, sondern in alle Lebensbereiche hinein wirkt. Die Mechanismen der Unterdrückung sind komplexer geworden. Die Ausbeutung des Einzelnen und des gesamten Volkes ist zwar nicht mehr so offensichtlich wie zu Beginn der Industrialisierung, sie wurde jedoch nicht weniger brutal sondern lediglich effektiver und umfassender. Es sind nicht mehr nur Produktionsarbeiter in den Fabriken oder Bergleute in den Zechen, die Ausbeutung findet auch dort statt, wo Glasfassaden und klinisch reine Büros den Alltag bestimmen. Zu viele junge Menschen verfallen in einen selbstzerstörerischen Eifer, wollen ganz freiwillig Räder innerhalb dieses Systems sein und enden dann als Duckmäuser in der Maschinerie. Immer in der Hoffnung, selbst irgendwann die Hebel in der Hand zu halten verschließen sie die Augen.

Der 1. Mai steht für den Tag der deutschen Arbeit, für uns jedoch bedeutet er mehr. Wir wissen: Die Befreiung des Arbeiters kann nur dann vollzogen werden, wenn alle Bereiche unseres Lebens aus den kapitalistischen Mechanismen entrissen werden.

Unbezahlbare Mieten, gesellschaftliche und wirtschaftliche Repression, die Unterteilung des Volkes in voneinander getrennte Klassen, die Ökonomisierung der Bildung – es gibt so viele Kämpfe die wir täglich führen um als Menschen und Volk souverän zu bleiben.

Wir haben jeden Grund wütend zu sein. Seit Jahrzehnten versuchen wir auf allen Ebenen etwas an den Zuständen zu ändern. Verbote, Verfolgung und Repressionen waren die Antwort des Systems und sind für unsere Freiheitsbewegung zum Alltag geworden. Dort, wo Freiräume entstanden sind, wurden sie binnen kürzerer oder längerer Zeit von den Herrschenden zerstört. Sie ließen uns nicht in Frieden und sie werden es auch in Zukunft nicht tun – aber wir wollen so nicht leben.

Gerade während der aktuellen demografischen und biologischen Krise unseres Volkes bedarf es nicht nur der inhaltlichen Auseinandersetzung oder politischen Diskussion – es bedarf auch der Tat. Wir müssen die sozialen Kämpfe bündeln und uns all jenen in den Weg stellen, die uns am Leben hindern, die unsere Zukunft rauben. Wir müssen unsere berechtigte Wut nicht schlucken, sondern sie in Bahnen lenken und endlich das tun, was getan werden muss: Aktiv Widerstand leisten. Dieser ist nicht immer so schön wie die Theorie auf dem Papier, aber es ist das letzte Mittel um uns Gehör zu verschaffen. Ihre Presse wird über uns berichten, wie sie es immer tut. Doch das interessiert uns genauso wenig, wie das Gerede der Nachbarn hinter vorgehaltener Hand. Redet über uns! Verfolgt uns für unsere Idee! Aber behauptet am Ende nicht, ihr hättet von nichts gewusst.

Wir wissen, dass ihr es vielleicht nicht versteht: Aber wir stehen hinter einer Idee, die größer ist, als euer System es jemals sein kann. Egal, wie stark eure Schläge auch sein mögen, unsere Bewegung ist stärker. Kein Verbot, kein Angriff, kein staatlicher Terror wird uns daran hindern können weiter für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit auf die Straßen zu gehen. Auch nicht am 1. Mai.

JN Baden-Württemberg

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